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Sicherheitszentrale JVA Cazis


08.10.2019 07:50 Uhr (CET) | DZaia@erichkeller.com

Im Neubau der geschlossenen Justizvollzugsanstalt (JVA) Realta, Cazis, befindet sich auch eine Sicherheitszentrale, um rund 150 «schwere Jungs» zu überwachen. Diese wurde von der Erich Keller AG eingerichtet. Die Testphase der ganzen JVA dauert von August 2019 bis Dezember 2019 und die offizielle Inbetriebnahme erfolgt danach im Januar 2020.


In Cazis entstand ein modernes Justizvollzugszentrum. Diese leistet unter anderem einen wesentlichen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit. Der Gefängnisneubau ersetzt die 200-jährige Haftanstalt in Chur. Er bietet Platz für 152 vorwiegend männliche Insassen, die Freiheitsstrafen und Verwahrungen sowie stationäre Massnahmen in einer geschlossenen Haftanstalt verbüssen. Mit sieben Meter hohen Betonmauer und mehreren Metallzäunen wird ein Ausbruch, aber auch der Einblick von aussen verhindert. Der gesamte Gebäudekomplex ist in drei Baukörper gegliedert. Zwischen den Gebäuden liegen, je nach Sicherheitslage abtrennbare Spazierhöfe. Das architektonische und logistische Konzept erfüllen einerseits die gesetzlichen Vorschriften des Strafvollzugs und die komplexen Anforderungen eines möglichst hohen Sicherheitsstandards. Anderseits unterstützt es aber auch die Insassen während des angestrebten Resozialisierungsprozesses. Auch bietet es den Vollzugsmitarbeitenden gute Arbeitsbedingungen und ermöglicht zudem effiziente, kostengünstige Betriebsabläufe.


Warum Überwachung?


Die JVA ist gemäss gesetzlichem Auftrag dafür besorgt, dass sich Eingewiesene, Besuchende, Mitarbeitende und die Öffentlichkeit sicher fühlen können. Ein Leben ohne jegliche Gefahr gibt es allerdings nicht. Ein Überwachungssystem sorgt dafür, weite Teile der Justizvollzugsanstalt zu überwachen. Damit soll den an ein Gefängnis gestellten hohen Sicherheitsanforderungen entsprochen werden. Besonders die Flucht von Inhaftierten aber auch das unberechtigte Eindringen in den Gebäudekomplex sowie Vandalenakte am und im Gebäude sowie Übergriffe auf Personal und Inhaftierte vermieden und aufgeklärt werden. Sämtliche detektierten Referenzpunkte auf dem gesamten Areal werden elektronisch überwacht. Allfällige Alarmmeldungen werden akustisch und visuell an die Sicherheitszentrale übermittelt, von wo aus die notwendigen Massnahmen getroffen und eingeleitet werden.


Sicherheitszentrale


Die Sicherheitszentrale ist das technische Herz der JVA und befindet sich in einem geschützten und gesicherten Raum. Sämtliche Referenzpunkte der technischen Sicherheitsanlagen und der gesamte Funkverkehr werden während 24 Stunden pro Tag überwacht, gesteuert und aufgezeichnet. Monitore der Videoanlage sind so angeordnet, dass Einblicke von Aussen (durch Dritte) nicht möglich sind, aber das Personal einen direkten Blick auf alle relevanten Bildschirme und Anzeigen hat. Eine direkte Sichtverbindung auf das Areal der Institution ist übrigens nicht notwendig. Der Zutritt zur Überwachungszentrale erfolgt durch eine Personenvereinzelungsanlage und ist nur berechtigten Personen – zum Beispiel Mitarbeitenden des Sicherheitsdienstes – zu gewähren. Im Ereignisfall muss die Überwachung und Steuerung sämtlicher Referenzpunkte auch von einer Notzentrale aus erfolgen können. In der Überwachungszentrale der JVA werden zwei grosse, höhenverstellbare Leitstellentische, Modell L-Com, eingesetzt. Diese werden mit dem im Tisch eingebauten Kühlsystem Cool-Top 25 gekühlt. Die Bildschirme sind an äussert stabilen Relingen befestigt, welche wiederum auf Knopfdruck in alle Richtungen bewegt werden können.



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