Geschichte

1951

Der Anfang im Handwerk

Paul Keller Sen. gründet in Schönenberg eine Schreinerei für Innenausbau. Damit beginnt die Geschichte von Erich Keller: mit Materialverständnis, handwerklicher Präzision und dem Anspruch, Räume sauber und dauerhaft umzusetzen.

Historisches Firmengebäude von Erich Keller mit Werkstattanbau, Aufnahme aus den Gründerjahren

1970

Design wird Teil der DNA

Mit einer Design-Küche aus Aluminium zeigt sich früh, dass Erich Keller mehr sucht als solide Ausführung. Gestaltung, Material und Funktion werden Teil des eigenen Anspruchs.

Einbauküche der 1970er-Jahre mit geschwungenen weissen Fronten und Holzdetails

1971

Der erste Arbeitsplatz für Handelsräume

Erich Keller entwickelt den ersten Arbeitsplatz für Handelsräume. Aus der Schreinerei entsteht eine neue Kompetenz: spezialisierte Arbeitsplätze für Umgebungen, in denen Ergonomie, Technik und Übersicht zusammenkommen müssen.

Sechseckiges Kommandopult mit mehreren Arbeitsplätzen, Monitoren und Weltzeituhren, 1970er-Jahre

1981

Der Schritt nach Sulgen

Mit dem Neubau in Sulgen wächst die Produktionsfläche auf 1500 m². Gleichzeitig übernimmt Erich Keller das Unternehmen, das fortan Erich Keller AG heisst. Sulgen wird zur Basis für Planung, Produktion und Weiterentwicklung aus einer Hand.

Firmengebäude der Schreinerei Keller mit bemaltem Turm, Aussenansicht 1981

1983

Der erste internationale Auftrag

Ein Händlertisch nach Dschidda in Saudi-Arabien markiert den ersten Auftrag ins Ausland. Die spezialisierten Arbeitsplätze von Erich Keller werden international relevant.

Kunden im Gespräch an einem Kontrollpult mit Bildschirmen, internationales Projekt 1983

1985

Arbeitsplatzkompetenz wird patentiert

Das erste Patent für einen Kommunikationsarbeitsplatz zeigt: Erich Keller entwickelt nicht nur Möbel, sondern eigene Systemlösungen für technisch anspruchsvolle Arbeitsumgebungen.

Grossraum-Handelssaal mit mehreren Reihen kurvenförmiger Arbeitsplätze und Bildschirmen

1986

Produktion wird technologischer

Erich Keller erweitert den Standort Sulgen auf 4000 m² Produktionsfläche und produziert als erste Schreinerei der Schweiz mit CNC-Maschinen. Kurz darauf folgt eine weitere Pionierleistung: die erste CNC-5-Achsen-Maschine in einer Schweizer Schreinerei.

Erweitertes Firmengebäude der Schreinerei Keller mit Glasanbau und Jubiläumsschild '60'

1988

Vom Möbel zum Systemarbeitsplatz

Mit V-Com entsteht der erste modulare Kommunikationsarbeitsplatz mit integriertem Klimasystem. Arbeitsplatz, Technik und Klima werden erstmals konsequent in einem System verbunden.

Zwei schwarz glänzende, V-förmige Kommandopulte mit türkisen Bürostühlen, Designstudie 1988

1993

Internationaler Durchbruch

Bei der Bayerischen Landesbank in München installiert Erich Keller den weltweit ersten geschlossenen Kommunikationsarbeitsplatz mit runder Bildschirmfront. Der Exportanteil steigt auf über 50 %.

Ovale Handelsraum-Pulte mit mehreren Händlern und Bildschirmen in einem Grossraumbüro

1997

Kühlung direkt an der Wärmequelle

Mit Cool-Top entwickelt Erich Keller die weltweit erste Arbeitsplatzkühlung direkt an der Wärmequelle. Die Lösung entsteht aus einem konkreten Bedürfnis: Die Technik in Handels- und Kommunikationsarbeitsplätzen erzeugt Wärme, die präzise abgeführt werden muss.

Handelssaal mit langen Pultreihen unter einer Glastreppe, im Hintergrund Schriftzug Commerzbank

2005

Aus Arbeitsplatzkühlung wird Raumklima

Mit Riotherm entsteht ein Brüstungsgerät für hohen Klimakomfort. Die Kompetenz aus der Tischkühlung entwickelt sich weiter: weg vom einzelnen Arbeitsplatz, hin zu energieeffizienter Klimatechnik im Raum.

Moderner Sitzungssaal mit U-förmigem Konferenztisch, Mikrofonen und Blick über die Stadt

2009

Klimatechnik für ökologische Architektur

Die Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin wählt Riotherm für die Klimatisierung ihres ökologischen Bürogebäudes. Erich Keller zeigt, dass Klimatechnik, Architektur und Energieeffizienz zusammen gedacht werden können.

Modernes Bürogebäude mit heller Fassade, umgeben von Bäumen in einer Parkanlage

2011

Lüftung wird Teil der Raumlösung

Erich Keller gewinnt den Produktewettbewerb «Aktive Überströmer» der Stadt Zürich und des Vereins Minergie. In Türen integrierte Komfortlüftungen sorgen für ein angenehmes Raumklima in allen Räumen.

Vier Personen bei einer Preisverleihung, im Hintergrund Plakat der Minergie-Fachtagung 2011

2014

Klimaeffizienz im Grossprojekt

Beim Swisscom Businesspark Ittigen liefert Erich Keller eine zukunftsweisende Klimalösung für ein Gebäude mit Platz für 2000 Mitarbeitende. Das Projekt verbindet Energieeffizienz, Komfort und Wirtschaftlichkeit auf hohem Niveau und wurde 2016 mit dem Prix Watt d’Or ausgezeichnet.

Bürogebäude mit Swisscom-Schriftzug an der Fassade, Aussenansicht entlang einer Autobahn

2017

Umsetzung in Rekordzeit

Im Zuge der Neupositionierung der Bank Cler werden nach der Pilotfiliale 31 Geschäftsstellen in der ganzen Schweiz in nur 36 Stunden umgebaut. Das Projekt zeigt, was präzise Planung, Fertigung und Montage im Verbund leisten können.

Bankfiliale mit farbigem Empfangsbereich, rotem Sessel und gelber Lounge-Sitzgruppe

2020

UV-C-Technologie für saubere Raumluft

Als Antwort auf erhöhte Anforderungen an Hygiene und Raumluftqualität entwickelt Erich Keller Steri-Produkte zur Luftentkeimung. Die Umluftgeräte arbeiten mit kräftigen UV-C-Strahlern und können Mikroorganismen wie Viren und Bakterien in der Luft reduzieren. Die Technologie kann in Riotherm Convec sowie in Cool-Top-Systemen für Arbeitsplatzlösungen integriert werden.

Vier Personen in einem Sitzungszimmer mit Videokonferenz-Bildschirm und Laptops

2021

Neue Inhaberschaft aus dem Unternehmen

Die Geschäftsleitung übernimmt im Rahmen eines Management-Buyouts alle Firmenanteile. Markus Neff, Pascal Thür, Reto Wägli, Adrian Stacher und Urs Mauchle werden neue Inhaber der Erich Keller AG. Die Zukunft des Unternehmens bleibt damit unternehmerisch, langfristig und nah am eigenen Betrieb verankert.

Team von Erich Keller steht im hellen Showroom zwischen Muster- und Materialtischen, 2021

2022

Swisscom-Shops als neuer Benchmark

Erich Keller realisiert das Mobiliar für 116 neue Swisscom-Shops. Das Retina-Shopkonzept setzt einen neuen Benchmark im Schweizer Telco-Markt und zeigt die Leistungsfähigkeit im rollierenden Innenausbau.

Verkaufsraum eines Swisscom Shops mit von Erich Keller gefertigten Moebeln und Beratungsinseln

2022

Talky verbindet Raum, Möbel und Luft

Mit der neuen Talky-Produktfamilie wird aus Innenausbau-, Möbel- und Lüftungskompetenz ein modulares Raum-in-Raum-System. Talky wird zum flexiblen Bestandteil offener Büroflächen und schafft Raum für Fokus, Austausch und Rückzug.

Vier Talky Raumsysteme (M75, S75, S109, L75) nebeneinander vor grünem Hintergrund, 2022

2024

Wachstum braucht Raum

Nach Jahren starken Wachstums baut Erich Keller die Produktionsfläche weiter aus, auf neu 13’500 m². Der Standort Sulgen bleibt damit die industrielle und handwerkliche Basis für grössere Projekte und breitere Kompetenzen.

Luftaufnahme des Erich Keller Firmengelaendes mit Produktionshallen und Solaranlagen auf den Daechern

2025

Die Organisation wächst mit

Nach intensiven Jahren aussergewöhnlichen Wachstums wird die Führungsstruktur breiter aufgestellt. Marc Huber übernimmt als CEO die operative Leitung. Lucas Eggenberger, Rico Lambro und Christoph Diem verantworten zentrale Leistungsbereiche in Produktion, Arbeitsplatzlösungen und Klimatechnik. Adrian Stacher bleibt als Leiter Innenausbau eng mit dem Unternehmen verbunden. Gleichzeitig bleibt die strategische Kontinuität im Verwaltungsrat gewahrt: Markus Neff, Urs Mauchle, Reto Wägli (Präsident), Adrian Stacher und Pascal Thür – die 2021 gemeinsam den Management-Buy-out umgesetzt haben – begleiten die weitere Entwicklung des Unternehmens.

Zwei Männer stehen lächelnd vor dem Erich Keller Logo an der Wand, Meilenstein 2025

2026

Ein neuer Auftritt für ein gewachsenes Unternehmen

Erich Keller erneuert den Markenauftritt – nicht die Identität. Das neue Erscheinungsbild macht sichtbar, was das Unternehmen geworden ist: breiter aufgestellt, klarer positioniert und bereit, das gesamte Portfolio unter einer starken Marke zusammenzuführen.
Dazu gehört auch eine klarere Produktlogik bei den Arbeitsplatzlösungen: Axis, Orbit, Orbit Polar, Zenith und Zenith Polar harmonisieren das Line-up und machen bewährte Technik verständlicher.

EK-Logo der Erich Keller AG an der Fassade des Firmengebaeudes

2026

Riotherm wird zur Systemmarke

Die Klimatechnik wird unter der Systemmarke Riotherm neu geordnet. Aus bekannten Produktlinien entsteht ein verständliches System aus Komfort, Energieeffizienz, Architektur, Steuerung und Integration. Riotherm Ctrl wird als verbindender Systemlayer über den bestehenden Linien etabliert.

Fahnen mit den Marken Erich Keller, Talky und Riotherm vor dem Firmengebaeude

2026

Der Standort bleibt Teil der Zukunft

Die Inhaberschaft der Erich Keller AG kauft die Liegenschaft und das Grundstück. Damit wird eine wichtige Grundlage gelegt, um dem weiteren Wachstum und den steigenden Anforderungen an Produktions- und Büroflächen zu begegnen. Die Erfolgsgeschichte geht weiter – in Sulgen, mit mehr Raum für neue Aufgaben.

Erich Keller Firmengebaeude mit Logo an der Fassade im Abendlicht, davor Felder und Strasse

Erich Keller heute

40

Der Jahresumsatz beläuft sich auf über 40 Mio.

150

Erich Keller beschäftigt mehr als 150 Mitarbeitende.

13'500

Der Hauptsitz in Sulgen verfügt über 13'500 Quadratmeter Produktions- und Betriebsfläche.

90

Über 90 % der Wertschöpfung werden in der Ostschweiz generiert.

4

Erich Keller verbindet vier Leistungswelten: Innenausbau, Riotherm-Klimatechnik, Arbeitsplatzlösungen und Talky Raumsystem.

40

Rund 40 % des gesamten Umsatzes werden durch Export generiert.